Welches Material für die Küchenspüle?

Gut gestapelt ist halb gespült. Oder: Das Geschirr kann warten, das Leben aber nicht. Zwei unserer Lieblingssprüche, wenn es ums leidige Abspülen geht. Aber was muss, das muss und mit der richtigen Küchenspüle ist der Abwasch auch nicht mehr ganz so lästig. Deshalb widmet sich der heutige Blogbeitrag dem Thema „Material der Küchenspüle„.

 

Spülenmaterial: Keramik, Edelstahl oder Verbundwerkstoff?

Bei der Küchenplanung merken wir immer wieder, dass der Küchenspüle eine größere Bedeutung zukommt, als man im ersten Moment vielleicht glaubt. Kein Wunder, denn man benötigt die Küchenspüle schließlich nicht nur zum Abspülen, sondern auch zum Waschen von Obst und Gemüse, zum Abgießen des Nudelwassers, zum Putzen, Einweichen, Auswinden, Abtropfen…

Zwei kleinere Becken oder doch lieber ein großes? Mit oder ohne Extender? Abtropffläche: Ja oder nein? Und wie groß muss der passende Unterschrank für das Spülbecken sein? Das sind nur einige Fragen, die bei der Auswahl der richtigen Küchenspüle geklärt werden müssen. Noch entscheidender ist aber eigentlich die Materialfrage – und diese möchten wir heute genauer unter die Lupe nehmen.

Grundsätzlich hat man bei der Küchenspüle die Auswahl zwischen drei Materialien:

  1. Keramik
  2. Edelstahl
  3. Verbundwerkstoff, zum Beispiel Silgranit, Cristalite oder Fragranit

 

Keramik: Langlebige Spülen mit tollen Eigenschaften

Der absolute Spülen-Klassiker ist Keramik. Keramik hat eine sehr dichte Oberfläche, sodass Schmutzpartikel und Bakterien weniger leicht eindringen können. Keramikspülen sind also besonders hygienisch und lassen sich sehr einfach reinigen. Ein weiterer Vorteil der dichten Oberfläche ist die glatte, weiche Haptik, mit der kein anderes Spülenmaterial mithalten kann. Keramikspülen haben aber auch mit dem (teilweise berechtigten) Vorurteil zu kämpfen, relativ empfindlich zu reagieren, wenn doch einmal ein schwerer Topf oder ein großes Glas in die Spüle fällt. Gute Keramikspülen, zum Beispiel von systemceram, sind jedoch sehr robust, sodass der Hersteller sogar eine Garantie von fünf Jahren auf seine Produkte gewährt. Keramikspülen sind in vielen verschiedenen Farben erhältlich und können so gut auf das restliche Küchenambiente abgestimmt werden.

Ein Nachteil der Keramikspüle besteht darin, dass sie aufgrund ihrer Stärke oftmals nicht flächenbündig in eine filigrane Arbeitsplatte von zum Beispiel 16 oder 20mm eingelassen werden kann. Hier eignet sich eine Edelstahlspüle besser.

Küchenspüle aus Keramik

 

Edelstahl: Spülenklassiker für viele Küchenstile

Mit den Edelstahlspülen verhält es sich wie mit vielen anderen Dingen auf dieser schönen Welt: Entweder man liebt sie oder man hasst sie. Edelstahlspülen sind klassisch und zeitlos und passen zu fast jedem Küchenstil. Sie lassen sich besonders einfach reinigen und polieren und verfärben sich nicht. Aber: Viele unserer Kunden empfinden das klirrende Geräusch von Edelstahl als sehr unangenehm und entscheiden sich deshalb für ein anderes Material.

Bei den Edelstahlspülen unterscheidet man zwischen glatten, glänzenden Chromnickelstahl und seidenmatten, geprägten Stahl. Letzteres ist etwas teurer, hat aber auch die besseren Eigenschaften: Seidenmatte Edelstahlpülen sind resistenter gegen Kratzer und klirren meist nicht so stark wie Küchenspülen aus Chromnickelstahl.

Edelstahlspüle in der Küche

 

Verbundwerkstoff: Farbige Spüle mit gutem Preis-Leistungsverhältnis

Preisbewusste Küchenkäufer entscheiden sich häufig für eine Küchenspüle aus einem Verbundstoff wie Silgranit (Blanco), Cristalite (Schock), Fragranit (Franke) oder einem anderen Materialgemisch aus Stein und Kunststoff. Spülen aus Verbundwerkstoff sind in der Regel günstiger als Keramikspülen oder seidenmatte Edelstahlspülen. Dafür muss man bei vielen Verbundstoffen Abstiche bei Hygiene und Reinigung machen. Granitspülen sind meist grobporiger als Keramikspülen, sodass sich Schmutzreste und Bakterien leichter in die (mikroskopisch kleinen) Vertiefungen fressen und Verfärbungen hinterlassen. Wer das Spülbecken regelmäßig gründlich reinigt, hat aber auch mit einer Küchenspüle aus Verbundwerkstoff lange Freude. Die Granitspülen sind in vielen verschiedenen Farben erhältlich.

Material Küchenspüle Silgranit

 

Die Vor- und Nachteile der Küchenspüle-Materialien auf einem Blick

Keramik, Edelstahl oder Verbundstoff? Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Vor- und Nachteile der drei Materialien:

Spülenmaterial Vorteile Nachteile Preis
Keramik
  • dichte Oberfläche
  • einfach zu reinigen
  • besonders hygienisch
  • weiche, glatte Haptik
  • in vielen Farben erhältlich
  • robust und langlebig (herstellerabhängig)
  • weniger robust
  • flächenbündiger Einbau u.U. schwierig
  • teurer
€€€€€
Edelstahl
  • einfach zu reinigen
  • besonders hygienisch
  • robust und langlebig
  • passt gut in modernes Küchenambiente
  • „klirrende“ Geräusche beim Abspülen
  • seidenmatte Spülen sind relativ teuer
€€€
Verbundwerkstoff
  • preisbewusst
  • in vielen Farben erhältlich
  • robust und langlebig
  • grobporiger als Keramik
  • pflegebedürftiger
  • verfärbt sich schneller
€€

 

Unser Fazit zum Thema Spülenmaterial

Aufgrund der optischen und haptischen Eigenschaften und der einfachen Reinigung ist die Keramik auf jeden Fall unser Favorit unter den Spülenmaterialien, vor allem wenn es sich um eine Küche in warmen Tönen oder mit Holzoptik handelt. In eine moderne, gradlinige Küche  in Weiß-, Schwarz- oder Grautönen passt Edelstahl als klassisches, zeitloses Material oft besser. Auch wer eine dünne Keramik- oder Naturstein-Arbeitsplatte haben möchte, ist mit einer flächenbündig eingelassenen Edelstahlspüle besser beraten. Wer sich für eine Küchenspüle aus Verbundwerkstoff entscheidet, sollte darauf achten, dass das Material möglichst schmutzabweisend und hygienisch ist. Ansonsten verfärbt sich die Spüle schnell – und das kommt gerade bei hellen Küchenspülen deutlich zur Geltung.

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