Geschirrspüler kaufen – Teil #2 Qualitätsmerkmale

Der Geschirrspüler gehört zu den Küchengeräten, die fast täglich im Einsatz sind. Damit du das für deine Ansprüche und Bedürfnisse beste Gerät auswählst, haben wir die Qualitätsmerkmale eines Geschirrspülers festgehalten.

Programme und Funktionen

Viele Geschirrspüler verfügen über Kurzprogramme, Automatikprogramme, Glasreinigungsprogramme oder extra heiße Programme. Die meisten Hersteller bieten die unterschiedlichsten Modelle an. Höherwertige Geräte beinhalten Programme wie z. B. ein Solarspar-Programm, bei preisgünstigeren Geschirrspülern sind wenigere Funktionen und Programme zu finden.

Automatikprogramm | 45-65 °C

Automatikprogramme regulieren Wassertemperatur, Frischwasserzufuhr und Programmlaufzeit selbstständig nach dem Verschmutzungsgrad des Wassers. Sie sind darauf abgestimmt, möglichst wenig Wasser und Energie zu verbrauchen.

Intensivprogramm | 75 °C

Intensivprogramme eignen sich besonders gut für stark verschmutzte Töpfe und Pfannen. Mit Wassertemperaturen von 70 °C lösen sie hartnäckigste Essensreste vom Topfboden.

Hygiene-Programm | 70 °C

Das Hygiene-Programm ist eine Hochtemperatur-Reinigung. Solche Programme sind praktisch zur Reinigung von Babyfläschchen oder Schneidebrettern, auf denen rohes Fleisch oder Fisch geschnitten wurde. Sie reduzieren die Keime, sterilisieren aber nicht.

ECO-Programm | 50 °

ECO-Programme sind besonders umweltschonende Geschirrspül-Programme. Diese dauern meist wesentlich länger (ca. 3 bis 3,5 Stunden), verbrauchen dafür aber weniger Energie. Der Geschirrspüler erhitzt das Wasser hier nur auf ca. 50 °C. Dank der langen Spülzeit wird das Geschirr gut eingeweicht und selbst bei starker Verschmutzung sauber.

Solarspar-Programm | min. 45 °

Der Geschirrspüler schaltet sich automatisch zu der Zeit ein, in der die Solaranlage Strom produziert.

Glasprogramm | 45 °C

Gläser können im Geschirrspüler matt werden. Das lässt sich verhindern, indem du sie separat mit einem speziellen Gläserprogramm spülst. Hier erhitzt sich das Wasser maximal auf 40 °C. Außerdem ist die Trocknungsphase länger, sodass keine Wasserflecken auf dem Glas zurückbleiben.

Kurzprogramm | 65 °C

Kurzprogramme dauern ca. 60 min. Bei großen Familienfeiern ist ein Kurzprogramm praktisch, damit das benutzte Geschirr rechtzeitig zur nächsten Mahlzeit wieder zur Verfügung steht.

Erfahrungsgemäß wird selten zwischen den vorhandenen Programmen des Geschirrspülers gewechselt, meist wird das Automatikprogramm oder das ECO-Programm verwendet.

Wasserverbrauch

Die meisten Geschirrspüler verbrauchen zwischen sechs und zehn Liter Wasser. Allerdings ist ein Geschirrspüler mit einem geringeren Wasserverbrauch nicht unbedingt zu bevorzugen. Die eingesparten 1-2 Liter Wasser können dazu führen, dass der Geschirrspüler es nicht schafft, das Geschirr richtig zu säubern.

Aquastop-Funktion

Ein guter Geschirrspüler sollte eine Aquastop-Funktion besitzen. Das ist ein Sicherheitsmechanismus, der die Wasserzufuhr automatisch stoppt, wenn eine wasserführende Leitung defekt ist. Tritt Wasser aus einem kleinen Loch aus, erkennt das Gerät den Defekt und stoppt die Wasserzufuhr sofort.
Einige wenige Geschirrspüler – vor allem preiswerte Einstiegsgeräte – verfügen nicht über diese Funktion. Aber um die nachfolgenden Schäden und den Ärger bei einem Wasseraustritt zu vermeiden, solltest du unbedingt beim Kauf darauf achten, dass der Geschirrspüler eine Aquastop-Funktion besitzt.

Restzeitanzeige

Teilintegrierte Geschirrspüler zeigen die Restzeit des laufenden Spülmaschinenprogramms im sichtbaren Display außen am Gerät an.

Da sich die Bedienblende bei vollintegrierten Geschirrspülern innen im Gerät befindet, ist eine Restzeitanzeige im Display an dieser Stelle nicht sichtbar. An der Front des Geschirrspülers ist nicht ablesbar, wie lange das Gerät für den Spülvorgang noch benötigt.

Einfachere Modelle leuchten deshalb einen LED-Punkt, z. B einen roten oder blauen Punkt, ohne Restlaufzeit auf den Boden.

Hochwertigere Modelle projizieren die Restlaufzeit mit einem LED-Licht auf den Küchenboden.

Energieeffizienz

Gängige Energieeffizienzklassen für Geschirrspüler waren bis März 2021 A+ bis A+++. Diese Einteilung wird nach und nach wieder auf die ursprüngliche Bewertungsskala von 1994 umgestellt, die von A bis G reichte.

Ein Geschirrspüler mit der Energieeffizienzklasse A besitzt den niedrigsten Energieverbrauch, mit der Energieeffizienzklasse G einen hohen Energieverbrauch.
Aber auch Geräte mit den Energieeffizienzklassen B und C sind noch sparsam.

Startvorwahl

Die Startvorwahl ermöglicht es, den Geschirrspüler für einen späteren Start in X Stunden zu programmieren.

Korbsystem

Besonders praktisch sind verstellbare Korbsysteme. Ob du dies benötigt, hängt auch von den eigenen Bedürfnissen ab. Praktisch ist es aber, wenn sich z. B. der Oberkorb in der Höhe angepasst lässt, damit größeres Geschirr in den Unterkorb passt. Viele Maschinen verfügen außerdem über ausklappbare Glashalter, zusätzliche Tassenablagen und vieles mehr.

Lautstärke

Insbesondere bei offenen Wohn-Essbereichen ist die Lautstärke des Geschirrspülers ein wichtiges Qualitätskriterium. Willst Du abends im Wohnbereich Filme, Musik oder Gespräche genießen, dann sollte der Geschirrspüler in der offenen Küche nicht zu laut sein

Besonders leise Modelle haben Geräuschemissionen um die 38 Dezibel. Eine ähnliche Lautstärke erreichst du z. B., wenn du flüsterst. Geschirrspüler mit 45 Dezibel sind schon deutlich lauter, Geräte mit 52 Dezibel sind vergleichbar mit prasselnden Regen auf der Fensterscheibe.

Displayausführung

Die Displayausführung hat keinen Einfluss darauf, wie gut ein Geschirrspüler wäscht, aber trotzdem gibt es unterschiedliche Displayarten.
Einfache Geschirrspüler-Modelle haben Tasten, mit denen man die Programme einstellt. Höherwertige Geräte verfügen über ein Touchdisplay. Diese lässt sich besser sauber halten, bei den Geräten mit den einzelnen Tasten kann sich der Schmutz festsetzen.

Trocknungseffizienz

Neben der Energieeffizienzklasse gibt es speziell bei Geschirrspülern eine Trocknungseffizienzklasse, die anzeigt, wie effizient das Geschirr vom Gerät getrocknet wird. Wie bei den Energieeffizienzklassen wird mit Buchstaben von A (höchste Effizenz) bis G (niedrigste Effizienz) gearbeitet.

Beim Thema Trocknung stößt man auch auf den Begriff Zelolith-Trocknung. Zelolith ist ein vulkanisches Naturgestein, das die Eigenschaft hat, Feuchtigkeit extrem gut speichern zu können. Für die Anwendung im Geschirrspüler wird Zelolith synthetisch in Form von kleinen Kügelchen hergestellt. Das Zelolith wird in einem Edelstahlsieb gebündelt und im Geräteboden der Spülmaschine installiert. Während der Trocknungsphase nehmen die Zelolith-Kügelchen die Feuchtigkeit aus der Luft auf, wandeln sie in trockene Luft um und geben diese wieder in den Innenraum des Geschirrspülers ab.

Wir hoffen sehr, dass der Teil 2 unseres Beitrags zum Thema „Geschirrspüler kaufen“ behilflich war und euch aufgezeigt hat, worauf ihr beim Kauf eines Geschirrspülers achten solltet.
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