Magnetische Strahlung: Ist ein Induktionsherd gefährlich?

Der Induktionsherd hat gegenüber herkömmlichen Cerankochfeldern viele Vorteile: Er ist schnell, spart Energie, lässt sich präzise regulieren und minimiert die Verbrennungsgefahr, indem die Kochfelder nicht so heiß werden. Viele unserer Kunden entscheiden sich deshalb beim Kauf einer neuen Küche für einen Induktionsherd oder ein Induktionskochfeld. Der Induktionsherd hat aber auch einen entscheidenden Nachteil: Es entstehen elektromagnetische Strahlungen. Wenn diese eine bestimmte Intensität haben, können sie sich nachteilig auf unsere Gesundheit auswirken. Kein Wunder also, dass wir immer wieder mit Bedenken hinsichtlich der gesundheitlichen Auswirkungen von Induktionskochfeldern konfrontiert werden. Ein Grund mehr, sich heute einmal intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen und das Induktionskochfeld auf Herz und Nieren (und dessen Auswirkungen auf dieselben) zu prüfen.

Wie funktioniert ein Induktionskochfeld?

Um zu erklären, wie ein Induktionskochfeld funktioniert, muss man eigentlich nur zwei physikalische Grundprinzipien kennen: „Strom erzeugt ein Magnetfeld.“ und „Ein Magnetfeld erzeugt Strom.“ Das Induktionskochfeld besteht aus vielen Einzelteilen. Für die Erklärung der elektromagnetischen Induktion sind aber nur ein paar Bestandteile wichtig:

  • Kochtopf
  • Kochplatte aus Glaskeramik
  • Kupferspule
  • Steckdose

„Strom erzeugt ein Magnetfeld.“

Die Spule ist ein elektrisches Bauteil, das ein Magnetfeld erzeugen kann, wenn sie an eine Stromquelle angeschlossen ist. Wenn das Kochfeld also eingeschalten wird und Strom durch die Kupferspule fließt, breitet sich ein magnetisches Wechselfeld nach oben und unten, links und rechts aus. Das Magnetfeld ist unsichtbar, hat keine Temperatur und reagiert nicht auf alle Stoffe. Es reagiert zum Beispiel nicht auf die Kochplatte aus Glaskeramik, wohl aber auf einen magnetischen Topfboden.

„Ein Magnetfeld erzeugt Strom.“

Nun kommen wir zum zweiten physikalischen Grundprinzip, das 1831 von dem englischen Naturforscher Michael Faraday entdeckt wurde. Das von der Spule ausgesendete Magnetfeld erreicht den Boden des Kochtopfes. In dem Topfboden befinden sich viele freie Elektronen, die auf das Magnetfeld reagieren. Sie fangen an sich zu bewegen und Wirbelströme entstehen. Dadurch wiederum entsteht Hitze und der Topfboden erwärmt sich.

Soviel zur Funktion eines Induktionskochfeldes in Kurzform.

ABER MOMENT!

Wenn ein Magnetfeld entsteht, dann ja in alle Richtungen und damit auch viel „unnötige“ Strahlung seitlich und unterhalb vom Kochfeld –  oder? Das stimmt nicht ganz, denn es gibt spezielle, induktionsfähige Kochtöpfe. Diese bestehen aus einen besonderen Metall (z. B. Emaille, Gusseisen, Edelstahl), das das Magnetfeld zusätzlich anzieht. Dadurch geht weniger Magnetfeld nach rechts, links und unten verloren und auch die Elektroden im Topfboden bewegen sich stärker und erhitzen den Topf umso schneller. Besonders wichtig für das induktive Kochen sind also die richtigen Töpfe, aber dazu später mehr.

Nimmt man den Topf nun wieder vom Herd, wird das magnetische Wechselfeld sofort unterbrochen und keine elektromagnetische Strahlung mehr ausgesendet.

Allgemeines zur elektromagnetischen Strahlung

Elektromagnetische Felder können im menschlichen Körper elektrische Ströme erzeugen. Wenn die elektrischen Ströme dabei eine bestimmte Stärke überschreiten, stimulieren und reizen sie die Nerven und Muskeln akut. Deshalb gibt es in Deutschland eine Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, die Basisgrenzwerte und Referenzwerte für elektromagnetische Felder festlegt. Die Grenzwerte sind in Stromdichte angegeben und liegen 50x tiefer als die Stromdichte, bei der Muskel- und Nervenreizungen entstehen. Da die Stromdichte im menschlichen Körper nur unter großen Aufwand messbar ist, gibt es die Referenzwerte. Als Referenzwert wird die magnetische Flussdichte in Tesla gemessen. Wenn der Referenzwert in Ordnung ist, so ist auch der Basisgrenzwert nicht überschritten.

Für Induktionskochfelder bzw. auch alle anderen niedrigfrequentierten, magnetischen Felder gilt ein Referenzwert von 200µT. Nach heutigen, wissenschaftlichen Kenntnisstand ist die menschliche Gesundheit selbst bei einer Dauereinwirkung von 200µT nicht gefährdet. An Orten, an denen sich Menschen dauerhaft aufhalten, darf der Grenzwert dennoch nicht überschritten werden. An allen anderen Orten gilt der Grenzwert als Empfehlung. (Quelle: BFS, Stand: 20.10.2017)

Viele kurzzeitig betriebene, elektronische Geräte erzeugen elektromagnetische Felder und überschreiten dabei den zulässigen Grenzwert von 200µT bei weitem. Da ist es gut zu wissen, dass die Magnetfelder ihre Intensität schon bei kurzer Distanz schnell verlieren. Die magnetische Flussdichte einer Bohrmaschine beträgt zum Beispiel auf einer Distanz von 3cm ca. 800µT und liegt damit weit über dem Referenzwert. So nah hält man die Bohrmaschine jedoch selten am Körper und schon bei einem Abstand von 30cm beträgt die magnetische Induktion nur noch 3,5µT. Die nachfolgende Grafik zeigt weitere Beispiele:

Quelle: Fachverband Elektroapparate für Haushalt und Gewerbe Schweiz, Online verfügbar hier.

Studien: Wie hoch ist die Induktionsherd-Strahlung nun wirklich?

Die weiter oben genannte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes beruht unter anderem auf den Empfehlungen und Referenzwerten der ICNIRP (Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung). In den Jahren 2006 und 2007 führte das Schweizer Bundesamt für Gesundheit eine wissenschaftliche Untersuchung durch, innerhalb derer die Einhaltung der ICNIRP-Referenzwerte bei Induktionskochherden überprüft wurde.

Die Studie erzielte folgende Ergebnisse:

  • Die geltenden Referenzwerte für Abstände von 30cm vom Gerät wurden bei allen geprüften Induktionskochfeldern eingehalten.
  • Bei geringeren Abständen zum Gerät wurden die Referenzwerte teilweise überschritten.
  • Durch ungeeignetes Kochgeschirr (nicht ferromagnetisch, unebener Boden) entstehen höhere Streufelder.
  • Durch die Nutzung kleiner Töpfe auf großen Induktionsflächen entstehen höhere Streufelder.
  • Metallische Kochutensilien (z. B. Kochlöffel) können geringe Ableitströme aus der Kochgeschirr in den Körper ableiten.
  • Der gleichzeitige Betrieb mehrerer Kochzonen erhöht die elektromagnetischen Streufelder nicht

Bei allen Messungen wurde die höchstmögliche Heizleistung verwendet.

Wie kann man die Induktionskochfeld-Strahlung vermeiden?

Ausgehend von diesen Ergebnissen stellt das Schweizer Bundesamt für Gesundheit folgende Empfehlungen für die Nutzung von Induktionskochfeldern auf:

  • Halten Sie während des Kochens einen Abstand von fünf bis zehn Zentimetern zum Kochfeld.
  • Verwenden Sie ferromagnetisches Kochgeschirr mit ebenem Boden.
  • Positionieren Sie das Kochgeschirr auf einer im Größenverhältnis passenden Kochzone möglichst zentriert.
  • Verwenden Sie nichtmetallische Kochutensilien, zum Beispiel aus Kochlöffel aus Holz oder Kunststoff.

Was passiert durch die elektromagnetische Strahlung im menschlichen Körper?

Sehr hohe, elektromagnetischen Strömungen können die Muskeln und das Nervensystem reizen. Da die Streufelder der Induktionsherde die, durch die ICNIRP festgelegten Referenzwerte bei den Untersuchungen teilweise überschritten, ermittelten die Forscher in einem zweiten Untersuchungsschritt die Stromdichte. Wie bereits weiter oben im Text beschrieben, gelten für die Stromdichte gesonderte Grenzwerte. Nur bei Nichteinhaltung der Referenzwerte, werden die Körperströme ermittelt, da die Simulation der Stromdichte im menschlichen Körper sehr aufwendig ist.

Das beauftragte Forschungsinstitut überprüfte innerhalb der Untersuchung verschiedene Personengruppen unterschiedlichen

  • Geschlechts,
  • Alters
  • und Gewichts.

So wurden zum Beispiel auch die Körperströme bei Schwangeren und Föten gemessen.

Verschiedene Induktionsherde, darunter Einbaugeräte und mobile Kochplatten, wurden in die Untersuchung einbezogen. Außerdem unterschied man zwischen Körperströmen im Zentralnervensystem (ZNS), also in Gehirn und Rückenmark, und in peripheren Körperregionen außerhalb des Zentralnervensystems. Die Ergebnisse zu den Strömen im Zentralnervensystem sind dabei besonders wichtig, da sie besonders ausschlaggebend für die gesundheitliche Bewertung von Induktionskochfeldern sind.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass man sich bei der Nutzung von Induktionsherden nicht allzu große Sorgen über gesundheitliche Auswirkungen auf das Zentralnervensystem machen muss. Insbesondere Einbauherde erzeugen keine kritische Stromdichte.

Eine Personengruppe sollte dann aber doch vorsichtig bei der Nutzung von Induktionskochfeldern sein: Träger von Herzschrittmachern halten sich lieber (etwas weiter) fern von der induktiven Kochplatte.

Wie kann man die Induktionskochfeld-Strahlung vermeiden?

Ausgehend von diesen Ergebnissen stellt das Schweizer Bundesamt für Gesundheit folgende Empfehlungen für die Nutzung von Induktionskochfeldern auf:

  • Halten Sie während des Kochens einen Abstand von fünf bis zehn Zentimetern zum Kochfeld.
  • Verwenden Sie ferromagnetisches Kochgeschirr mit ebenem Boden.
  • Positionieren Sie das Kochgeschirr auf einer im Größenverhältnis passenden Kochzone möglichst zentriert.
  • Verwenden Sie nichtmetallische Kochutensilien, zum Beispiel aus Kochlöffel aus Holz oder Kunststoff.

Wann schadet der Induktionsherd der Gesundheit?

Unter Umständen können die Streufelder von Induktionskochfeldern elektronische Implantate beeinflussen. Vorsicht ist deshalb für Träger von Herzschrittmachern oder implantierten Defibrillatoren geboten. Viele moderne Implantate sind zwar vor solchen Störeinflüssen durch elektrische Magnetfelder geschützt, dennoch sollten Personen mit elektronischen Implantaten vor der Nutzung eines Induktionskochfelds Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Zudem ist es sinnvoll, einen etwas größeren Abstand zum Kochfeld zu halten (ca. 40cm) und ausschließlich nichtmetallische Kochutensilien zu verwenden.

Induktionskochfeld: ja oder nein?

Grundsätzlich muss natürlich jeder Koch und jede Köchin selbst entscheiden, ob die Suppe auf einem Induktions-, Gas- oder Cerankochfeld köcheln soll. Dennoch empfehlen wir am liebsten Induktionsherde und -kochfelder, da die vielen Vorteile nicht von der Hand zu weisen sind. Eigentlich gibt es nur zwei prominente Argumente gegen das Induktionskochfeld:

  1. „Da muss ich mir aber auch noch neue Töpfe kaufen.“ und
  2. „Die elektromagnetische Strahlung ist doch gefährlich.“

Gerade letzteres Argument führt häufig zum ein oder anderen Sorgenfältchen auf der Kundenstirn. In diversen Internetforen wird sehr kontrovers über die Strahlenbelastung durch Induktion diskutiert, ohne dass die Argumente wirklich wissenschaftlich fundiert sind. Unser Anliegen mit diesem Beitrag ist deshalb, weniger Meinung und mehr studienbasiertes Wissen in das Thema „Strahlung beim Induktionsherd“ zu bringen und unseren Kunden damit eine Möglichkeit zu geben, selbst ein sorgfältiges Urteil zu fällen. Ich hoffe, das ist uns gelungen und freue mich sehr auf Ihre Meinungen zum Thema! Hinterlassen Sie uns doch gern ein Kommentar zum Beitrag und erfahren Sie mehr über andere, küchenrelevante Themen auf unserem Blog.

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21 Kommentare

  • Sie haben den physikalischen Sachverhalt wirklich gut beschrieben.
    Nur eine Schlussfolgerung verstehe ich nicht:
    Durch eine angeschaltete Platte fliesst ja Strom durch die Spule und erzeugt ein Magnetfeld das eben nicht sichtbar ist. Stelle ich nun einen geeigneten Topf darauf nimmt er die magnetische Strahlung auf( und zieht sie sogar an wie Sie schreiben).
    Nehme ich den Topf herunter schreiben Sie:“ Nimmt man den Topf nun wieder vom Herd, wird das magnetische Wechselfeld sofort unterbrochen und keine elektromagnetische Strahlung mehr ausgesendet“.
    Meine Frage ist nun: Der Strom ist aber doch immer noch an und erzeugt doch immer noch ein Magnetfeld-nur eben nicht „sichtbar“ Das beschreiben Sie ja selber vorher:
    „Wenn das Kochfeld also eingeschalten wird und Strom durch die Kupferspule fließt, breitet sich ein magnetisches Wechselfeld nach oben und unten, links und rechts aus. Das Magnetfeld ist unsichtbar, hat keine Temperatur“
    Können Sie mir erklären was ich da“ falsch“?? schlussfolgere?
    Mit herzlichem Dank
    Chr. Klot

    Antworten
    • Liebe Frau Klot,
      vielen lieben Dank für den Hinweis. Sie haben absolut recht, dass die Formulierung hier etwas irreführend ist. Es ist nur einfach so, dass sich die Induktionskochfelder in der Regel automatisch abschalten, wenn kein induktionsfähiger Topf auf der Herdplatte steht. Die Stromverbindung zur Spule wird also getrennt, sobald der Topf angehoben wird und so wird auch keine elektromagnetische Strahlung mehr ausgesendet.
      Viele liebe Grüße!

      Antworten
  • Hallo Luise
    Nachdem meine Anfrage bisher unbeantwortet geblieben ist, habe ich mich um Aufklärung bemüht:
    In der 26. BImSchV. vom 14.08.2013 ist nach Empfehlung der ICNIRP von 2010 für Niederfrequenzanlagen ein Grenzwert von 200 uT für ortsfeste Anlagen festgelegt worden und gegenwärtig gültig.
    Was unter Niederfrequenzanlagen zu verstehen ist, definiert das Bundesamt für Strahlenschutz in ihrem Beitrag „Elektromagnetische Felder“ vom 18.03.2020 insofern, als dort Frequenzen bis 100kHz genannt sind. Induktionsherdfrequenzen liegen zwischen ca 18 und 25 kHz, mithin also in diesem definierten Bereich.
    Also stimmt Ihre Angabe und ich bitte um Nachsicht für mein ev. penetrantes Nachfragen!

    Antworten
    • Hallo Robert,
      bitte entschuldige, dass ich mich nicht zurückgemeldet habe. Tatsächlich ist dein Kommentar einfach untergegangen – tut mir Leid! Aber vielen, vielen Dank, dass du dich selbst um eine Aufklärung bemüht hast und unsere Leser daran teilhaben lässt. Das ist echt toll und hilft bestimmt dem ein oder anderen weiter!
      Liebe Grüße, Luise

      Antworten
  • Hallo Luise
    Vielen Dank für deinen Kommentar! Bitte beseitige noch eine Unklarheit bei mir:
    200uT beziehen sich auf Frequenzen unterhalb der Induktionsfrequenz, während für Frequenzen 3-300kHz nur 27uT vorgesehen sind!
    Was ist nun richtig?

    Antworten
  • In dem sehr gut geratenem Bericht wird als max.magn. Belastung 200uT angegeben. Woher kommt dieser Wert und wie ist er ermittelt?

    Antworten
    • Vielen lieben Dank für das Lob und die Rückfrage.
      Der Grenzwert von 200µT wurde vom Gesetzgeber festgelegt. Er bezieht sich auf die Veränderung der Körperstromdichte bei uns Menschen, die elektrische oder magnetische Felder hervorrufen. Die Körperstromdichte beträgt ohne Einwirkung dieser Felder ca. 1 Milliampere pro Quadratmeter und darf auch bei Einwirkung elektromagnetischer Felder die 2 Milliampere pro Quadratmeter nicht überschreiten. Da sich die Körperstromdichte im Alltag nur schwer messen lässt, hat der Gesetzgeber Referenzwerte (auch Grenzwerte genannt) für die elektrische Felddichte sowie die magnetische Flussdichte festgelegt, die nicht überschritten werden dürfen. Die 200µT sind eine Empfehlung der ICNIRP (Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung) aus dem Jahre 2010.
      Hier gibt es noch mehr Infos zu den Grenzwerten: https://www.allum.de/stoffe-und-ausloeser/elektromagnetische-felder-im-haushalt/grenzwerte

      Antworten
  • Danke für den neutralen Bericht. Allerdings möchte ich auf folgenden Punkt hinweisen, den Paracelsus treffend mit „allein die Dosis macht’s“ umschrieben hat. Wir sind nämlich von einer Vielzahl von Strahlungsquellen umgeben, denn heutzutage hat jeder ein Handy (oder auch mehrere im Haushalt), dann noch das schnurlose Telefon und natürlich auch noch das WLAN (nicht zu vergessen die WLANs von den Nachbarn). Ich habe keine Bedenken wegen einem einzelnen Induktionsherd, aber ob diese Addition von diversen Strahlungsquellen so zuträglich für unsere Gesundheit ist, kann man zumindest kritisch hinterfragen.

    Antworten
  • Sachlich, umfassend und auch für meinen mit physikalischem Grundwissen eher dürftig ausgestatteten Verstand weitgehend zu entschlüsseln. 😉

    Vielen Dank für diesen hilfreichen Artikel, Sie haben mir sehr geholfen.

    Antworten
    • Vielen lieben Dank für das nette Feedback. Es freut uns sehr, dass wir weiterhelfen konnten! 🙂

      Antworten
  • Sie beschreiben in Ihrem Text die Gefahren und realistischen Bedenken, die man gegenüber Induktionsherden haben sollte, sehr gut und kommen zu dem Schluss: „Die elektromagnetische Strahlung ist doch gefährlich.“
    Auch die kopflose und komplett unnachhaltige Neuanschaffung sämtlicher Kochutensilien beschreiben Sie sehr treffend: „Da muss ich mir aber auch noch neue Töpfe kaufen.“… Pfannen übrigens auch!
    Der Schluss, den Sie dann ziehen, überrascht: „Dennoch empfehlen wir am liebsten Induktionsherde und -kochfelder, da die vielen Vorteile nicht von der Hand zu weisen sind.“
    Wo lernt man, auf so absonderliche Weise zu argumentieren? Auch ein Ceran-Herd spart Energie, ist ,was elektromagnetische Strahlung und daraus resultierende Gefahren betrifft, weniger bedenklich und man muss nicht die halbe Küche neu kaufen und seine alten Töpfe zu Müll werden lassen.
    Aus einer geschäftsmännischen Perspektive verstehe ich allerdings die Argumentation. Is doch wurscht, ob das Ding bedenklich ist. Hauptsache die Leute kaufen bei mir viel Zeug. Wenns dann doch richtig ungesund ist, können die ja wieder was Neues bei mir kaufen.

    Antworten
    • Hallo und vielen lieben Dank für Ihren Kommentar.
      Ich denke, Sie sollten den Beitrag vielleicht noch einmal aus dem Blickwinkel einer Person lesen, die keine Vorurteile gegen Induktionskochfelder hat. Ich denke dann wird ziemlich schnell deutlich, dass wir Induktionskochfelder eben für die allermeisten Personengruppen (Ausnahme: Träger von Herzschrittmachern) für NICHT gefährlich halten, da sie die beschriebenen Grenzwerte nicht überschreiten. Anderenfalls würden wir sie nämlich nicht empfehlen. Besonders nicht aus persönlichem Profit, wie sie uns vorwerfen. Der Vorwurf ist aus vielerlei Gründen absolut absurd. Wir verkaufen als Küchenstudio vorwiegend komplette Einbauküchen (kein Küchenzubehör oder Pfannen). Induktionskochfelder sind dabei nicht wesentlich teurer als Elektrokochfelder und man muss auch nicht – wie Sie beschreiben – „die halbe Küche erneuern“, wenn man nur ein Elektrokochfeld gegen ein Induktionskochfeld austauschen möchte.
      Unsere Empfehlung „pro Induktion“ basiert auf der Überzeugung, dass Induktionskochfelder für den Menschen (mit Ausnahme genannter Personengruppen) nicht gefährlich sind. Das Topf-und-Pfannen-Thema ist eine ganz andere Geschichte. Viele Personen besitzen ja bereits induktionsfähiges Kochgeschirr, ohne es zu wissen und alle anderen müssen ganz individuell entscheiden: Spende, Verkauf (ja- es gibt noch andere Optionen als Müllhalde) oder eben die Entscheidung für ein Elektrokochfeld.
      Deshalb schreiben wir ja auch: „Unser Anliegen mit diesem Beitrag ist deshalb, weniger Meinung und mehr studienbasiertes Wissen in das Thema „Strahlung beim Induktionsherd“ zu bringen und unseren Kunden damit eine Möglichkeit zu geben, selbst ein sorgfältiges Urteil zu fällen.“
      Wenn Sie zu dem Urteil kommen, dass ein Elektrokochfeld besser zu Ihnen passt – herzlichen Glückwunsch! Auch dann freuen wir uns, dass wir Ihnen ein bisschen weiterhelfen konnten. Elektrokochfelder benötigen allerdings wirklich 20-30% mehr Energie als Induktionskochfelder – da liegen Sie leider falsch.

      Antworten
  • Ich finde den Artikel sehr anschaulich und hilfreich. Das mit den vielen freien Elektroden im Topfboden verstehe ich allerdings nicht. Muss es statt Elektroden nicht Elektronen heißen?

    Antworten
    • Vielen lieben Dank für den Hinweis! Das stimmt natürlich – ich berichtige das gleich. Danke für dein hilfreiches Feedback!

      Antworten
    • Lass dich nicht verarschen von diesen Angaben hier. Eine Energiequelle mit 2000W die darauf ausgelegt ist diese Energie in magnetische Felder umzuwandeln soll 22 uTesla emittieren, aber eine Rasierapparat mit vllt. 5Watt angeblich dass 70-fache (1500 uTesla).

      Antworten
      • Vielen Dank für deinen freundlichen Kommentar. 😉
        Wir sind keine Elektrotechniker oder Physiker, aber unseres Wissens nach errechnet sich die elektromagnetische Flussdichte aus mehr als nur einer Komponente (der Stromstärke), wie in deinem Kommentar angedeutet.
        Wir versuchen auf unserem Blog Sachverhalte objektiv und verständlich zusammenzufassen und berufen uns dabei auf ebenfalls objektive Quellen (wie zum Beispiel das Bundesamt für Strahlenschutz, was sicherlich kein gesteigertes Interesse daran hat, Induktionskochfelder an den Mann oder die Frau zu bringen). Dennoch lernen wir jederzeit gern dazu und sind für fundierte, sachdienliche Hinweise, die die Problematik vollumfänglich betrachten, sehr dankbar.

        Antworten
  • Vielen Dank für den ausführlichen Bericht, gibt es denn auch Erkenntnisse, was mit dem Gargut passiert? Ist es wie bei der Mikrowelle, das alles lebendige abgetötet wird?

    Antworten
    • Nein, das kann man so nicht sagen. Was das Gargut angeht, verhält sich das Induktionskochfeld genau wie das Ceran- oder Gaskochfeld auch. Grundsätzlich ist es so, dass Lebensmittel die in der Pfanne oder im kochenden Wasser zubereitet werden, einige ihrer Vitamine und Nährstoffe verlieren. Beim Kartoffeln-Kochen werden zum Beispiel viele Inhaltsstoffe der Kartoffel ins Wasser „gespült“. Da eignet sich dann zum Beispiel ein Dampfgarer besser. Aber im Vergleich zum Ceran- oder Gaskochfeld unterscheidet sich das Induktionskochfeld nicht hinsichtlich der Qualität des Garguts.

      Antworten
  • Ich meine aber, man ist ja auch nicht dazu gezwungen. Man kann ja auch auf Induktion verzichten und bei der Küchenplanung auf andere Alternativen zurückgreifen. Dann ist das Thema schnell vom Herd… und vom Tisch… 😉

    Antworten
    • Das stimmt. Wir finden es aber trotzdem immer wichtig, dass die Kunden umfangreich beraten werden und die Pro- und Kontra-Argumente für sich abwiegen können, um eine bewusstere Entscheidung zu treffen! 🙂

      Antworten

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